top of page
Auf dem Kanal

Immobilienfinanzierung: Diese Nebenkosten werden oft unterschätzt

Beim Immobilienkauf denken viele zunächst an den Kaufpreis.

Doch eine Immobilie für 400.000 Euro kostet den Käufer nicht automatisch nur 400.000 Euro.

Zusätzlich entstehen sogenannte Kaufnebenkosten.

Wer diese Kosten bei der Finanzierung nicht berücksichtigt, kann später eine deutlich höhere finanzielle Belastung haben als ursprünglich geplant.

Grunderwerbsteuer

​

Beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie fällt grundsätzlich Grunderwerbsteuer an.

Die Höhe hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

In Hessen beträgt der Grunderwerbsteuersatz aktuell 6 Prozent.

Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro wären das beispielsweise 24.000 Euro

​

Notarkosten

​

Der Kaufvertrag über eine Immobilie muss notariell beurkundet werden.

Dabei entstehen Notarkosten.

Der Notar übernimmt unter anderem die rechtliche Abwicklung des Kaufvertrags und sorgt für die notwendigen Schritte im Zusammenhang mit der Eigentumsübertragung.

Grundbuchkosten

​

Auch die Eintragung des Eigentümerwechsels und weitere grundbuchrechtliche Vorgänge verursachen Kosten.

Dazu können beispielsweise Kosten für die Eintragung einer Grundschuld im Zusammenhang mit der Finanzierung gehören.

​

Maklerprovision

​

Wird eine Immobilie über einen Makler gekauft, kann eine Maklerprovision anfallen.

Wie diese verteilt wird, hängt unter anderem von der Art der Immobilie und der konkreten Vertragsgestaltung ab.

Bei Wohnimmobilien gelten besondere gesetzliche Regelungen zur Verteilung der Maklerkosten.

Modernisierungskosten

​

Dieser Punkt wird besonders häufig unterschätzt.

Ein günstiger Kaufpreis bedeutet nicht automatisch niedrige Gesamtkosten.

Bei einer älteren Immobilie können beispielsweise Kosten entstehen für:

  • Heizung

  • Fenster

  • Dach

  • Fassade

  • Elektrik

  • Badezimmer

  • Böden

  • Dämmung

  • Leitungen

 

Vor dem Kauf sollte deshalb möglichst genau geprüft werden, welche Investitionen in den nächsten Jahren wahrscheinlich sind.

​

​

Laufende Kosten

​

Auch nach dem Kauf entstehen laufende Kosten.

Beim Haus können beispielsweise Grundsteuer, Versicherungen, Energie und Instandhaltung anfallen.

Bei einer Eigentumswohnung kommt insbesondere das Hausgeld hinzu.

​

Beispiel: Was kostet eine Immobilie wirklich?

​

Angenommen, eine Immobilie kostet:

400.000 Euro Kaufpreis

Dazu können unter anderem kommen:

  • 24.000 Euro Grunderwerbsteuer in Hessen

  • Notar- und Grundbuchkosten

  • gegebenenfalls Maklerprovision

  • eventuell Finanzierungskosten

  • möglicherweise Modernisierungskosten

 

Damit kann der tatsächliche Kapitalbedarf deutlich über dem reinen Kaufpreis liegen.

​

​

Warum ist das für die Finanzierung wichtig?

​

Wenn die Nebenkosten nicht ausreichend berücksichtigt werden, kann zusätzliches Fremdkapital notwendig werden.

Das kann die Finanzierung verteuern und die monatliche Belastung erhöhen.

Deshalb sollte bereits vor der Immobiliensuche eine realistische Gesamtkostenrechnung erstellt werden.

​​​​​​

Fazit

​

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Gesamtrechnung.

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte Kaufpreis + Kaufnebenkosten + mögliche Modernisierung + laufende Kosten gemeinsam betrachten.

So lässt sich das tatsächliche Budget wesentlich realistischer bestimmen.

​

MAV IMMOBILIEN unterstützt Kaufinteressenten bei der Immobiliensuche in Neu-Isenburg und Umgebung.

​

Hinweis: Kosten können im Einzelfall abweichen. Für eine konkrete Finanzierung sollten individuelle Angebote und Berechnungen eingeholt werden.

bottom of page